Der moderne Offsetdruck: leistungsstark und weitverbreitet

Der Offsetdruck ist ein beliebtes indirektes Flachdruckverfahren, welches zu den Hauptdruckverfahren gehört. Heutzutage werden ungefähr zwei Drittel aller Drucksachen damit hergestellt. Papier, Kunststoffe und Pappe sind als Bedruckstoffe geeignet, wohingegen zerbrechliche und plastische Gegenstände dafür nicht in Frage kommen. Dieses qualitativ hochwertige Druckverfahren, bei dem sich der Druckstoff und die Druckplatte nicht berühren, entwickelte sich aus dem Steindruckverfahren. Anders als beim Steindruck, ist mithilfe des Offsetdrucks eine vollständige Automatisierung der Prozesse möglich, den auch R. Festge GmbH & Co. KG anbietet. Platten aus Aluminium ersetzen den Stein als Druckvorlage. Langsam aber stetig löste der effizientere Offsetdruck die Lithografie ab.

Welches besondere Merkmal hat der Offsetdruck?

Während des Druckvorgangs ist zwischen der Druckplatte und dem Bedruckungsstoff ein Gummituchzylinder zwischengeschaltet. Auf diese Weise gelangt die Farbe indirekt auf den Druckbogen. Hierdurch wird ein gleichmäßiger Druck gewährleistet.

Was sind die Besonderheiten der Druckformen?

Die Platten bestehen aus Aluminium und sind doppelt beschichtet. Die obere Beschichtung unterscheidet sich in einer wesentlichen Eigenschaft von der unteren Schicht; die obere ist wasserabweisend und dadurch farbfreundlich, wogegen die untere wasserfreundlich ist.

Wie ist die Funktionsweise?

Erst einmal befeuchten Feuchtwalzen den Druckzylinder. Um den Druck auf den Bedruckstoff zu bringen, wird der Druckzylinder nach der Befeuchtung, mit Farbwalzen eingefärbt. Die nassen Stellen nehmen keine Farben auf, da das Wasser die fettähnliche Farbe abstößt. Diese Stellen bleiben dann bei dem zu bedruckenden Stoff frei. Als Nächstes trifft der Druckzylinder auf den Gummizylinder, um die Farbe spiegelverkehrt auf den Gummituchzylinder zu übertragen. Dadurch kommt die Druckfarbe wieder seitenrichtig am Bedruckstoff an. Der Gegenpresszylinder zieht den Bedruckungsstoff am Gummituch vorbei, während gleichzeitig das Druckbild generiert wird. Dieses Druckverfahren produziert einen scharfen Ausdruck, der keine ausgefransten Ränder und eine hohe UV-Beständigkeit hat.

Eine Alternative ist der wasserlose Offsetdruck, der anstatt Wasser eine Silikonschicht verwendet. Die Schicht aus Silikon übernimmt die Funktionen des Wassers. Aufgrund des Wasserverzichts entfallen chemische Komponenten, die größtenteils am Verschleiß der Maschinen Schuld sind. Ferner wird der Verbrauch der Druckfarbe reguliert. Gegen den wasserlosen Offsetdruck sprechen die teureren Druckplatten und eine hohe Kratzempfindlichkeit. Auch lassen sich Druckmotive teilweise nur eingeschränkt gestalten.

Welche Druckmaschinen werden eingesetzt?

Es gibt zwei Arten von Offsetdruckmaschinen. In die Bogenoffsetdruckmaschine werden einzelne Druckstoffbögen eingelegt, während bei der Rollenoffsetdruckmaschine ein Druckstoff benutzt wird, der auf einer Rolle gewickelt ist.

Für sehr hohe Auflagen ist der Rollenoffsetdruck geeignet, wohingegen für kleine und mittlere Auflagen der Bogenoffsetdruck bevorzugt wird.

Woher kommt die Bezeichnung?

Das Wort stammt vom englischen "set off" oder "offset" ab und bedeutet "das Absetzen". Damit wird der Vorgang bezeichnet, wenn der Druckbildspeicher das farbmittelhaltige Gemisch erst auf den Gummituchzylinder und von dort auf das zu bedruckende Material übergibt.

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